Ammoniakgummi
Iran
Ammoniakgummi aus dem Iran
Ammoniacum ist ein sehr altes Harz, das seit der Zeit des alten Ägyptens als Räucherstoff bekannt ist. Es wurde im Tempel des Amun bei heiligen Ritualen verwendet. Der Geruch ist sehr stark und unangenehm. Ammoniacum wird seit dem Altertum auch als Medizin verwendet, vor allem bei Lungenleiden wie chronischem Husten und Asthma. Das wichtigste Exportland ist heute der Iran.

Anderen Namen: Ammonacium, Armenisch Gummi

Botanischer Name: Dorema ammoniacum

Ernteort: Iran

Duft: intensiv, beissend, schwefelartig
Beschreibung
Ammoniakgummi, auch Gummi Ammoniacum genannt, ist eine Räuchersubstanz, die man seit Jahrtausenden kennt. Ursprünglich entnahm man das Harz aller Wahrscheinlichkeit nach dem Doldenblütler Ferula tingitana. Diese Pflanze ist im nördlichen Afrika heimisch.

Aber auch die im Iran wachsende Pflanzenart Dorema ammoniacum liefert ein Harz, dass man Ammoniakgummi nennt. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Doldenblütler.

Heutzutage ist im europäischen Handel fast ausschliesslich die iranische Variante erhältlich. Wer Märkte in Nordafrika besucht, findet mitunter beide Sorten vor. Ammoniakgummi heisst auch Armenisch Gummi.

Ammoniakgummi in der Tradition

Der Name dieses Räucherwerks ist dem Orakel des Tempels Amun entlehnt, zu dem es in ritueller und spiritueller Verbindung steht. Dieser Tempel stand in Libyen (heute in Ägypten). Er war ein wichtiges religiöses Zentrum für Ägypter und Griechen. Der Tempel Amun zählt – zusammen mit Delphi und Dodona – zu den bedeutendsten Orakelstätten der Antike.

Ammoniakgummi galt in der Antike als hochgeschätztes Heilmittel. Berühmte griechische Ärzte nutzten es zur Linderung der Beschwerden bei Asthma und chronischem Husten. Sogar Dioskurides beschrieb die medizinischen Wirkungen des Räucherns mit Ammoniacum. Äusserlich setzte man Ammoniacum ebenfalls ein, z. B. bei Gelenkknoten.
Das Harz tritt meist deshalb aus dem Stängel aus, weil ein Käfer ihn durchbohrt. Nach dieser Verletzung quellt das milchige Sekret tröpfchenweise heraus. Nachdem es getrocknet ist und fest geworden ist, entnimmt man es mit einem speziellen Messer.

Ammoniakgummi beim Räuchern

Der Duft von Ammoniacum ist recht eigenartig, wie bei den meisten Doldenblütlern. Verglichen mit Galbanum ist das Aroma süsslicher. Auf Kohle ist der Geruch etwas beissender als auf dem Stövchen.

Auch wenn die Duftnote nicht immer umschmeichelnd ist, so sind doch die Wirkungen verlockend. Die Räucherung entfaltet einen stark desinfizierenden Effekt. Reinigungs- und Schutzräucherungen profitieren vom Ammoniakgummi. Man nutzt den Rauch auch für Austreibungen, Heilungen, Rituale, besondere Anlässe und als Opfergabe.

Der Rauch hat auslösende Wirkungen und macht ein Abfliessen möglich. Ängste verflüchtigen sich in diesem Duft. Einer Reinigung nach einem Todesfall kann man Ammoniakgummi beigeben. Ausserdem vertreibt es Geister und schützt vor ihnen. Es wirkt auch gegen Flüche und böse Zauber. Wer esoterisch versiert ist, kann nach der Räucherung einen Energieaufbau vornehmen.

Schwangere Frauen und Kinder sollten dem Rauch fernbleiben.
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